Wels ( Silurus glanis ) Foto

Beinamen: Waller, Scheiden

Durchschnittslänge/Masse: 1-2 m / 8-12kg

Maximallänge/Masse: 3,5 m bei 200 kg (in heimischen Gewässern selten über 2,5m)

Günstigste Fangzeit: Sommer,Früherbst (abends,nachts)

Beschreibung: Das auffälligste Körperteil vom Wels ist zweifelsfrei der Kopf. Er ist flach und breit mit einem sehr großen Maul, das mit zahlreichen Hechelzähnen besetzt ist. Die zwei langen Bartfäden an der Oberlippe und die vier kurzen Bartfäden an der Unterlippe machen eine Identifikation des Wallers sehr einfach.

Wels (unten) Zwergwels (oben)

Außerdem sind die kleinen schwarzen Augen an dem großen Kopf sehr auffällig. Der Körper läuft vom breiten, flachen Kopf in einen seitlich abgeplatteten langen Schwanzstiel. Der Rücken und die Seiten sind dunkelgrün bis schwärzlich, meist marmoriert und die Bauchseite ist schmutzig weißlich gefärbt. Die Rückenflosse ist sehr klein. Die Afterflosse ist sehr lang und wirkt saumartig. Auffällig ist die nach außen abgerundete Schwanzflosse.

Vorkommen: Der Wels ist ein großer Raubfisch, der auf alles Jagd macht, was er bewältigen kann. Er lebt in Seen und Flüssen, wo er sich meist in der Tiefe in Höhlen und anderen Unterständen aufhält. An trüben, windstillen und gewitterschwülen Abenden raubt er auch in der flachen Uferregion.

Nahrung: Fische, Frösche, Krebse, Wasservögel und kleine Säu-getiere.

Fortpflanzung: Die Laichzeit für den Wels liegt im Zeitraum von Mai bis Juni. Er beginnt aber erst mit der Eiablage, wenn die Wassertemperaturen über 18°C steigt. Für die Eiablage bauen die Welse, die ihre Geschlechtsreife mit vier bis fünf Jahren erreichen, in Ufernähe Laichgruben. Diese werden mit einem Kranz aus Unterwasserpflanzen abgrenzt. Anschließend legen die Ro-gner bis zu 100.000 klebrige Eier in das Nest. Das Gelege wird vom Milchner, bis zum Schlüpfen der klei-nen Welse (ca. 14 Tage), bewacht.

Angelmethoden: Schwere Grundangelei,schwere Spinnangelei.Geräteauswahl ist schwierig zu empfehlen,da besonders starke Exemplare die Zusammenstellung und den Bau von Spezialausrüstung erforderlich machen können.Jedoch starke,nicht zu lange Rute.Schnüre nicht unter 0,45mm (meist stärker),entsprechende Rolle.Große Köderfische,sehr große Blinker,Gaff,da auch der größte Kescher für bessere Welse nicht genügt.Gelegentlich frische Warmblutköder (Kaninchen,Meerschweinchen,Hühner usw.)

Der Wels kämpft besonders ausdauernd und zäh,mit langen,nicht einmal schnellen,aber kaum zu hemmenden Fluchten.Bevorzugte Aufenthalte sind ruhige,tiefe,dunkle Gewässerstellen mit guten Deckungmöglichkeiten (Steine,versunkene Bäume,Uferhöhlungen,tiefe Kolke).Obwohl Nachträuber,wird er auch tags häufiger gefangen,als manchmal angenommen.

Besonderheiten: Er ist ein besonders reizvoller Sportfisch, der ein noch größerer Räuber als der Hecht ist. Welsbestände bleiben in vielen Gewässern oft lange unbemerkt. Der Wels gräbt sich zum Schlafen Mulden in den Schlamm.

 


Zwergwels ( Ameiurus nebulosus ) Foto

Beinamen: Katzenwels

Durchschnittsmasse: 0,3kg

Maximallänge/Masse: bis 40cm bei 1kg

Günstigste Fangzeit: Sommer

Beschreibung: Der Zwergwels gehört ebenfalls zur Unterordnung der Welsartigen,ist jedoch mit dem Wels nicht sehr nahe verwandt.Er ist kein einheimischer Fisch,sondern wurde Ende des 19.Jahrhunderts (durch M.v.d.Borne) aus Nordamerika eingeführt.Der Zwergwels hat (wie Salmoniden) eine kleine Fettflosse zwischen Rücken- und Schwanzflosse.1.Rückenflossenstrahl ist starker Stachel (Vorsicht,Verletzungen leicht möglich!).Im Gegensatz zu anderen Arten gutes Gehör,in Gefangenschaft auf Pfeiftöne dressierbar.

Nahrung: Kleintiere,Laich,Brut und kleine Fische

Fortpflanzung: Laicht meist früher als der Wels,in günstigen Jahren und Gewässern schon Ende März,sonst bis Ende Mai.Die Paare leben während der Fortpflanzungsperiode monogam und heben gemeinsam flache Laichgruben aus.Dort werden etwa 3000 bis 4000 Eier abgelegt und vom Männchen bewacht.

Angelmethoden: Als Beifang beim Schleien- und Aalangeln.Grundangel,Tauwurm,eventuell tief gesenkter kleiner Köderfisch.Schluckt gierig.Fast nie ohne schwere Verletzungen vom Haken zu befreien.

Besonderheiten: Fleisch soll wohlschmeckend und in der amerikanischen Heimat des Zwergwelses sehr geschätzt sein.