Plötze ( Leuciscus rutilus ) Foto

Beinamen: Plötz, Rotauge, fälschlich auch Rotfeder

Durchschnittslänge/Masse: 20-30 cm / 0,2kg

Maximallänge/Masse: 50 cm bei 2kg

Günstigste Fangzeit: Frühjahr bis Herbst,doch ganzjährig zu fangen,selbst unter dem Eis.

Plötze (oben) Rotfeder (unten)

 

Beschreibung: Der Bauch ist bis zur Afterflosse rund im Gegensatz zur Rotfeder,die auch keinen roten Augenkreis (Iris) hat.Maul endständig bis unterständig.

Vorkommen: In fast allen stehenden und fließenden Gewässern unserer Breiten,oft massenhaft.

Nahrung: Pflanzen,Plankton,Kleintiere,auch Muscheln und Schnecken,gelegentlich Anflugnahrung.

Fortpflanzung: Erste Maihälfte an flachen Ufern.Geschlechtsreife mit 4-5 Jahren.Eierzahl bis 100000,Laichausschlag beim Männchen.

Angelmethoden: Grundangelei. Die Plötze ist der Fisch des Anfängers.Bessere Exemplare (ab 25cm und größer) regelmäßig zu fangen,erfordert das Können eines erfahrenen Sportanglers.Lange,weiche Rute,Rolle oft nützlich,Schnur 0,15-0,25mm (2-3,5kp Tragkraft),feines,leichtes Floß (nützlich das Antennenfloß),eventuell Gleitfloß.Haken Gr.5-12. Köder: Wurm,Mistwurm,Sprock,Fleischmade,Teig.Anfüttern mit feinem "Futerstaub" während des Angelns in fließenden Gewässern oft sehr gut.Gelegentlich auch im Sommer mit feiner Flugangel und kleinen Fliegen zu fangen,vor allem dann in stehenden Gewässern.Vor und nach der Laichzeit sind Stellen unterhalb von Wehren und Stauen oft besonders günstige Fangplätze.Köder kurz über dem Grund anbieten,gelegentlich (warme Jahreszeit) auch in den oberen Gewässerschichten.

Besonderheiten: Die große Plötze bietet an feinem Gerät guten Sport und ist keineswegs einfach zu fangen.

 


Rotfeder ( Scardinius erythrophthalmus ) Foto

Beinamen: falsches Rotauge, Rötel, Roddow

Durchschnittslänge/Masse: 20-25 cm / 0,2kg

Maximallänge/Masse: 40 cm bei 1 kg

Günstigste Fangzeit: Frühsommer bis Früherbst

Beschreibung: Der Körper der Rotfeder ist nicht sehr hochrückig und wirkt insgesamt sehr kräftig. Das Maul ist leicht oberständig. Die Maulspalte ist auffällig nach oben gerichtet. Die Augenfarbe ist gold glänzend (Plötze blutrot). Der Rücken ist braungrün, die Seiten sind gelbgold und der Bauch ist weiß ge-färbt. Die Flossen sind leuchtend rot. Zwischen Bauch- und Afterflosse ist die Rotfeder "kantig". Ein starker Kiel von geknickten Schuppen, der deutlich fühlbar (Plötze rund) ist.

Vorkommen: Die Rotfeder lebt in den ruhigen Ufergebieten von Seen und Teichen und in ruhigen Buchten der Flüsse. Sie bevorzugt Bereiche, die mit Schilf oder Kraut bewachsen sind. Sie lebt sehr gesellig und tritt oft in Schwärmen auf.

Nahrung: Die Rotfeder ist derjenige der heimischen Fische,der die meisten vegetablischen Nährstoffe aufnimmt,jedoch überwiegt Anteil animalischer Nährstoffe;auch Anflugnahrung.

Fortpflanzung: In der Zeit von April bis Juni legen die Rogner bis zu 200.000 auffallend kleine rotgelbe Eier an Wasser-pflanzen im Uferbereich ab. Das Männchen zeigt einen körnigen Laichausschlag auf Kopf und Rücken.

Angelmethoden: Leichte Grundangelei wie Plötze,doch sollte vorwiegend Teig als Köder angeboten werden,auch Erbsen.Angel flach stellen (0,3-0,8m).-Flugangelei an warmen und gewitterschwülen Tagen oft sehr erfolgreich und reizvoll.Kurze Würfe in Gelegelücken mit kleinen Trockenfliegen.Auch Tippen mit natürlichen und künstlichen Insekten.

Besonderheiten: Köderfisch.Das Fleisch ist ohne besonderen Wert und wirtschaft-lich von geringer Bedeutung. Sie wird aber trotzdem von vielen Anglern als Sportfisch geschätzt.