|
Beinamen: Esox, Schnuk, Schnock, Wasserwolf, Grashecht Durchschnittslänge: 40-80 cm bei 1-4 kg Maximallänge: 150 cm bei > 25 kg Günstigste Fangzeiten: Juni,September/Oktober |
![]() |
Beschreibung: Der Körper des Hechtes hat die Form eines Torpedos und ist somit ideal an die Jagd angepaßt. Der Entenschnabelkopf ist mit einem großen und stark bezahntem Maul versehen. Der Rücken ist dunkelgrün bis schwärzlich, die Seiten sind graugrün gelblich und mit dunklen Querbinden besetzt. Der Bauch ist heller, meist gelblich bis weiß. Die Rücken- und Afterflosse sitzt sehr weit hinten am Körper. Rücken-, After- und Schwanzflosse stehen eng zusammen um den Schwanzstiel und bilden einen wirksamen Antrieb. Vorkommen: Der Hecht ist in ganz Europa, in nahezu allen Gewässern, beheimatet. Er ist ein Uferfisch, der Seen mit flacher Uferzone mit Unterwasserpflanzen und Schilf, sowie langsam strömende Fließgewässer bevorzugt. Er benutzt alle Arten von Unterständen, aus denen er seine Jagd beginnt. Nahrung: Fische, Frösche, Wasservögel, kleine Säugetiere Fortpflanzung: Der Hecht legt seine Eier in der Zeit von Februar bis April, wenn die Wassertemperatur auf 7-11°C gestiegen ist. Zur Eiablage suchen die Tiere flache Uferstellen oder flache Gräben auf und legen dort ca. eine Million klebrige Eier, die an Pflanzen haften. Angelmethoden: Lebender oder toter Köderfisch am System,Spinnangelei.Kräftige Rute,Länge je nach Gewässerverhältnissen 1,8-4,5m.Rolle unbedingt erforderlich.Schnurstärke 0,35-0,45mm,multifile Schnüre 6-12kp Tragkraft. Lebender Köder: Gründlinge, Plötzen, Rotfedern, Karauschen, auch kleine Barsche; Kunstköder: alle Blinker und Spinner zwischen 3-10cm Länge.Bei großen Spinnködern kann Kopfdrilling vorteilhaft sein.Im Sommer und in flachen oder verkrauteten Gewässern fliegender Löffel,Flachspinnen.In fließenden Gwässern langsam drehende und taumelnde Blinker (Heintz) oft vorteilhaft.Köderfische je nach Wassertiefe und Jahreszeit auf 1/3 bis 2/3 Gewässertiefe senken. Landegerät unbedingt erforderlich.Geräumiger,tiefer Kescher oder Gaff.Große,kräftige Drillinge verwenden.Starker Anhieb,da Haken im knochigen Maul schwer haften.Beim Drill sind die ersten weiten und reißenden Fluchten gefährlich.Beim Angeln mit Köderfisch nicht "schlucken lassen",sondern beim Davonfahren nach einer kleinen Pause,die dem Biß gewöhnlich folgt,sofort anschlagen. Besonderheiten: Der Hecht stößt aus dem Hinterhalt auf seine Beute, oft verfehlt er sie und kehrt an seinen Platz zurück (keine Beuteverfolgung). Am Liebsten sind ihm kranke oder verletzte Fische, die bis 1/5 des eigenen Gewichtes und bis zu 70% der eigenen Länge haben können. Versuche mit großen Hechten haben gezeigt, daß die Tiere bis zu 2 km pro Tag parallel zum Ufer schwimmen. An einigen Plätzen halten sie sich längere Zeit auf (einige Tage), um dann weiterzuschwimmen. Dies läßt den Schluß zu, daß Hechte, vor allem die Kapitalen, ein bestimmtes Jagdrevier haben, das viel größer ist als viele Angler denken. Oft erstreckt es sich über viele Hektar. Der Hecht gilt nicht als Edelfisch, schmeckt aber bis 2 kg sehr fein.
|
|