Schmerle ( Noemacheilus barbatulus) Foto

Durchschnittslänge/Masse: bis 15cm/bis 50g

Beschreibung: 6 mittellange Bartfäden an der Oberlippe.Neben Kiemenatmung zusätzliche (akzessorische) Darmatmung.

Vorkommen: Grundfisch klarer Fließgewässer.Bevorzugt steinigen Untergrund und hält sich gern unter Steinen auf.

Schmerle (oben) Groppe (Mitte) Gründling (unten)

Nahrung: Kleintiere

Fortpflanzung: Laicht März/Mai an Wasserpflanzen.Laichausschlag.

Angelmethoden: Keine,am besten mit der Hand zu greifen.Steine vorsichtig anheben,eventuell engmaschigen kleinen Kescher verwenden.

Besonderheiten: Wenn im Aquarium gehalten,dann gute Durchlüftung des Beckens nötig (sehr sauerstoffbedürftig).

 


Ostgroppe ( Cottus poecilopus ) Foto

Beinamen: Buntflossenkoppe

Durchschnittslänge/Masse : größer 10cm/bis 50g

Günstigste Fangzeit: ganzjährig,Abendstunden sind zu bevorzugen

Beschreibung: Seitenlinie reicht nur bis in den vorderen Teil der 2.Rückenflosse,Bauchflosse weist 5 bis 10 dunkle Querbinden auf.Keine Schwimmblase.

Vorkommen: Klare Gewässer,vor allem Bäche,aber auch Seen,hauptsächlich östlich der Elbe.Insgesamt nicht sehr verbreitet.Wo vorhanden,oft in großer Zahl auftretend.

Nahrung: Kleintiere (Flohkrebse),auch Brut (Schaden meist wirtschaftlich unbedeutend).

Fortpflanzung: Laicht Februar/April,mit zwei Jahren geschlechtsreif.

Angelmethoden: Keine,da lebender oder toter Köder in Forellengewässern untersagt und Köderfisch nur in dem Gewässer verwandt werden darf,dem er entnommen wurde.

 


Westgroppe ( Cottus gobio )

Unterscheidet sich vor allem durch die nicht gebänderte Bauchflosse von der Ostgroppe.Verbreitungsgebiet im wesentlichen Gewässer westlich der Elbe,auch im Ostseebrackwasser.Ein Vorkommen in der Nähe von Eberswalde (Brandenburg) bekannt.Wird bis 20cm lang.

 


Gründling ( Gobio gobio ) Foto

Beinamen: Greßling, Grundel, Ruschik, Kresse,Gründer

Durchschnittslänge: 8-12 cm

Maximallänge: 15 cm bei 50 g

Günstigste Fangzeit: ganzjährig,sobald Gewässer eisfrei.

Beschreibung: Der spindelförmige, fast drehrunde Körper ist mit großen Schuppen besetzt und an der Unterseite abgeflacht. Der Kopf hat ein unterständiges Rüsselmaul mit zwei kurzen Barteln. Der Rücken und die Seiten sind blaugrün und der Bauch ist hell gefärbt. An den Körperseiten hat der Gründling zusätzlich verwaschene bläuliche Flecken. Die Brustflosse ist beim Weibchen größer als beim Männchen,sie erreicht fast die Basis der Bauchflosse.

Vorkommen: Der Gründling ist ein Schwarmfisch fließender Gewässer, der auch in Seen über hartem Sandgrund vorkommt. In schlammigen Gewässern ist er oft nicht vorhanden. Der Gründling bevorzugt saubere Gewässer und ist daher ein Indikator für die Wassergüte.

Nahrung: Kleintiere der Uferregion, Bodenfauna.

Fortpflanzung: Ab dem zweiten Lebensjahr legen die Gründlinge, zwischen Mai und Juni, ca. 1.000 Eier in kleinen Klumpen an Steinen und Pflanzen ab. Der Milchner hat zu dieser Zeit einen auffälligen Laichausschlag.Geschlechtsreif mit 2 Jahren (ab 7 oder 8cm).

Angelmethoden: Sehr beliebter Köderfisch.Ganz feine Angel,Schnur 0,15-0,20mm,dünndrähtige Haken (Gr.9-12),kleine Wurmstückchen,winziges Floß (darauf kann auch verzichtet werden,da der Gründling gewöhnlich heftig beisst und rasch mit dem Köder davonfährt).Massenfänge leicht möglich.

Besonderheiten: Ein sehr beliebter Köderfisch, da sehr zäh.In einigen Gegenden Deutschlands,vor allem jedoch in Frankreich gilt der Gründling als vorzüglicher Speisefisch,der in seiner Beliebtheit dem Aal nicht nachsteht;er wird wie dieser gegessen:gekocht,gebraten,mariniert.