|
Beinamen: Nerfling, Orfe Durchschnittslänge: 30-50 cm bei 0,25-2 kg Maximallänge: 80 cm bei 5 kg Günstigste Fangzeit: Sommer,früher Herbst |
![]() |
Beschreibung: Der Aland hat einem langen, seitlich stark abgeflach-ten Körper mit einem erhöhten Rücken. Die Seitenlinie ist deutlich ausgeprägt. Der Rücken ist grau bis schwarzblau, die Seiten sind silberweiß und der Bauch ist weiß gefärbt. Die Rücken- und Schwanzflosse sind grau und die bauchseitigen Flossen rot. Der Aland hat einen kurzen, stumpfen Kopf mit einem endständigem Maul. Vorkommen: Der Aland ist in ganz Mitteleuropa in Flüssen und Seen mit natürlichen Zu- und Abflüssen heimisch. In den Sommermonaten steht er in größerer Zahl an der Oberfläche in der Strömung hinter Brückenpfeilern, Pfählen, über Sandbänken aber auch in Ufernähe. Der Aland bevorzugt in Fließgewässern die "Barbenre-gion". Er kommt aber auch in der Brassenregion vor. Nahrung: Kleintiere, Anflugnahrung, Bodentiere, Brut. Fortpflanzung: Die Laichzeit beginnt im Februar und kann bis in den Mai hinein dauern. Der Zeitpunkt der Eiablage ist sehr stark vom Gewässer und der Wassertemperatur abhängig. Der Aland erreicht seine Geschlechtsreife erst mit fünf bis sechs Jahren. Die geschlechtsreifen Tiere haben zur Laichzeit eine Laichfärbung (Messingglanz), wobei der Milchner zusätzlich noch einen Laichaus-schlag hat. Vor der Eiablage erfolgt eine Laichwande-rung in Seen oder ruhige Flußstellen. Die Eier werden in großen Schwärmen, unter großem Geplätscher, an Steinen und Pflanzen abgelegt. Dabei legt jeder Ro-gner bis zu 100.000 Eier. Angelmethoden: Leichte Grundangel.Elastische,weiche Rute;Schnur 0,25-0,30mm;Haken Gr.3-7.Köder:Wurm,Heuschrecke,angeblich auch Teig und Erbsen.Flach senken,oft in der Strömung oder neben Strömungsrinnen besonders gute Fangplätze.Auch Flug-und Spinnangel.Besonders an Sommerabenden oft besser als Grundangelei.Trockene oder versunkene Fliege mit hellbraunen,grauen oder weißen Farbtönen,Gr.5-9.Beim Flugangeln Kescher unbedingt erforderlich,für Grundangelei zu empfehlen.Nur kurzer Dril,dessen erste Fluchten allerdings oft so reißend und ungestüm sind,daß sie einen größeren Fisch vermuten lassen. Besonderheiten: Der Aland gilt als scheuer und kluger Fisch, der im Alter räuberisch wird. Das Fleisch ist gelblich, weich, grätenreich und daher auch nicht sehr schmackhaft. Trotzdem ist er ein interessanter Sportfisch. Eine gelblich/goldige Form die "Goldorfe" wird als Zierfisch in Teichen und Aquarien gehalten.
|
|
|
Beinamen: Aitel, Dickkopf, Minne, Möhne, Mölle, Schietfreter Durchschnittslänge/Masse: 30-40 cm bis 1 kg Maximallänge/Masse: 70 cm bei 5 kg Günstigste Fangzeit: Sommer,jedoch auch ganzjährig,wenn entsprechende Angelmethoden. Beschreibung: Der Döbel hat einen langgestreckten, fast drehrunden Körper. Sehr auffällig sind die großen schwarzumran-deten Schuppen (Netzzeichnung). Daran läßt sich ein Döbel sehr schnell erkennen. Der Kopf wirkt im Verhältnis zum Körper recht groß. Das endständige Maul ist tief gespalten und mit gelb-lichen Lippen umrandet. Der Rücken ist dunkelbraun bis schwarz, die Seiten sind silber bis gelblich glänzend und der Bauch ist gelblich bis weiß gefärbt. Die Brustflossen sind gelblich, die Rücken- und Schwanzflosse dunkelgrau mit rötlichem oder gelbem Schimmer und die Bauch- und Afterflosse sind blaßrot gefärbt. Die Schwanzflosse ist nur leicht eingeschnitten. Vorkommen: Der Döbel ist ein Oberflächenfisch, der in fast allen stehenden und fließenden Gewässern, jedoch nie im Brackwasser vorkommt. Er hält sich am liebsten unter Brücken, an Einmündungen oder Abflüssen auf. Im Sommer steht er hauptsächlich an der Oberfläche. Im Winter zieht der Döbel sich in größere Wassertiefen zurück. Nahrung: Allesfresser, Pflanzen, Kleintiere. Fortpflanzung: Der Döbel sucht für die Eiablage kleine, rinnenartige Vertiefungen über steinigem Grund auf. In der Zeit von April bis Juni legen die Rogner über 50.000 Eier an Steinen und Wasserpflanzen ab. Die jungen Fische schlüpfen nach ca. 12 Tagen, wenn das Wasser nicht zu kalt ist. Der Milchner hat einen Laichausschlag am Kopf, jedoch haben weder Milchner noch Rogner eine spezielle Laichfärbung. Angelmethoden: Grund-,Spinn- und Flugangelei 1.Grundangelei: elastische,lange,mittelstarke Rute;Rolle;Schnur 0,25-0,30mm;leichtes,schlankes Floß;Haken Gr.3-7.Köder:Wurm,Sprock,Fleischmaden,Hühnerdärme,Insekten (vor allem Heuschrecken) in Obstbaugegenden auch Kirsche und Pflaume. 2.Spinnangelei: "Barschrute",leichte Stationärrolle;Schnur 0,25-0,30mm;leichte,stark rotierende Köder (fliegende Löffel);Kescher.Oft weite,sehr weiche und vorsichtige Würfe erforderlich. 3.Flugangelei: mittlere Rute;mittelschwere Schur,Vorfach auf 0,20mm verjüngt;als Trockenfliegen sollten die Palmerarten (Hakengröße 3-7),daneben große "Phantasiefliegen" (Alexandra) Haken-Gr.1-3,bevorzugt werden.Kescher.Auch mit versunkenen Fliegen oft gute Erfolge,besonders bei angetrübten Wasser oder hohen Wasserstand. Besonderheiten: Der Döbel ist einer unserer hervorragendsten Sportfi-sche, der dem Angler einen guten und ausdauernden Drill liefert, besonders wenn er in der Strömung beißt. In stehenden Gewässern ist der Döbel oft äußerst mißtrauisch und deshalb schwer zu überlisten. Der Döbel stellt an das Gewässer nicht sehr hohe Bedingungen. Er hat ein relativ geringes Sauerstoff-bedürfnis und ist recht unempfindlich gegenüber hohen Temperaturen. Er meidet stark erwärmtes Wasser.
|